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Bagdad

Der Name Bagdad kommt aus dem Persischen und bedeutet „das Geschenk Gottes“. Die Stadt war und ist schon immer das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes in der Neuzeit. Bagdad ist Sitz der irakischen Regierung, des Parlaments, aller staatlichen und religiösen Zentralbehörden sowie zahlreicher diplomatischer Vertretungen, besitzt zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen sowie Baudenkmäler. 

Gelegen am Tigris, dem zweiten großen Fluß Mesopotamiens neben dem Euphrat, reicht die Gründung des Stadt bis in das 800 Jahrhundert n.Chr. Unter den abbasidischen Kalifen wurde Bagdad bereits als Hauptstadt des damaligen islamischen Reiches gegründet. Schnell wurde die Stadt zu einem bedeutenden Handels- und Kulturzentrum. Die Glanzzeit Bagdads sollte bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts reichen, bis die Mongolen in Mesopotamien einfielen und durch Krieg und Kampf die Bevölkerung vertreiben und die komplexen Bewässerungssysteme zerstört wurden. 

Bis in das späte 19. Jahrhundert wechselten sich osmanische und persische Machthaber in Bagdad ab. Die osmanische Verfassung von 1876 proklamierte den Islam als Staatsreligion, gab der jüdischen und christlichen Bevölkerung aber gleiche politische Rechte und ermöglichte ihnen den Zugang zu öffentlichen Ämtern.   Zu dieser Zeit war Bagdad eine kosmopolitische und multinationale Stadt. Unter den Muslimen waren die Schiiten und Sunniten zahlreich vertreten; neben ihnen fanden sich viele Juden, Christen, Perser und Inder. 

Ab  1917 war der Irak unter britischem Mandat. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Königreichs Irak mit Bagdad als Hauptstadt. Bis zum heutigen Tag hat sich an diesem Status Bagdads nichts geändert.

Heute leben im Stadtgebiet von Bagdad knapp 6 Millionen Menschen, in der gesamten Metropolregion 12 Millionen.  Die große Mehrheit der Bevölkerung ist arabischer Abstammung (Sunniten und Schiiten), es gibt auch eine große kurdische Gemeinde, sowie Turkomanen, Assyrern und Aramäern.

Bagdad spielt seit jeher eine wichtige Rolle im kulturellen Leben des Landes. Das Irakische Nationalorchester ist hier ebenso beheimatet wie das Irakische Nationaltheater. Weiterhin zeugen das Nationalmuseum und das einzige erhaltene Stadttor von Bagdad von der langen Geschichte des Landes. 

Trotz der vielen Neubauten und der Errichtung von Hochhäusern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind in Bagdad noch etliche altertümliche Bauwerke erhalten, unter anderem die Ruine des Bab al-Wastani, der Abbasidenpalast (1179 erbaut), die Medrese Mustansirijah (1227) und Marjanmoschee (1356). Bekannt sind auch die Abu-Hanifa-Moschee und die Al-Chadimijja-Moschee.

Berühmte Denkmäler sind das Al-Schahid-Monumen, das Grabmal des unbekannten Soldaten und der Triumphbogen „Schwerter von Kadesia“ in Form zweier gekreuzter Schwerter. 

  • Moschee in Bagdad
  • Moschee in Bagdad
  • Tigris-Ufer bei Nacht
  • Jerusalem Tor in Bagdad
  • Märtyrer Monument
  • Moab Moschee in Bagdad
  • Faw Palast in Bagdad
  • Die Schwerter von Kadesia

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